Persönliches | Wie du mit dem Glaubenssatz „Du könntest nichts ändern“ aufräumst und Dein Leben gestaltest

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Wenn Du diesen Artikel liest, willst Du vermutlich etwas verändern. Du hast schon erkannt, dass Dein Schuh drückt. Der nächste Schritt ist zu reflektieren, was Du tun kannst um Deine Situation aktiv zu beeinflussen und Dein Leben so gestalten wie Du es möchtest. Wenn Dir das bisher noch nicht so recht gelingt, dann lies weiter!

Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel (Friedrich Nietzsche).

Wo stehst Du gerade?

Du bist genervt, antriebslos, dauernd müde, gelangweilt? Weißt allerdings tief im Inneren, dass Du viel mehr Potential hast, das Du so gerne leben möchtest?

Bring die notwendigen Rädchen in Bewegung. Nur Du kannst diese für Dich passend drehen.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht mich im Kreis zu drehen, etwas anderes zu wollen, viele Pläne zu machen, um letztendlich NICHTS von all dem umzusetzen. Falls es Dir auch ab und zu so geht, habe ich heute für Dich 4 Gründe, woran es liegen kann und was Du dagegen tun kannst, gesammelt.

1. Du willst „weg von“.

Kommen Dir die folgenden Punkte bekannt vor?

  • Dein Job nervt Dich. Du willst am liebsten heute als morgen weg.
  • Du willst nicht mehr ständig müde und abgeschlagen sein.
  • Du denkst Dir: „Ich will mit meinem/r Partner/in nicht mehr über Probleme sprechen.“
  • Deine Freizeit fordert Dich schon länger nicht mehr heraus.
  • Wenn Du in den Spiegel schaust, siehst Du nur was Dir nicht gefällt.

Dieser „weg von Formulierung“ liegt unser Fluchttierinstinkt zugrunde. Tief in uns ist es verankert vor einem Problem wegzulaufen. Sicher war das mal sinnvoll. Wenn unsere Vorfahren einen Unterschlupf in einer Höhle gesucht haben und bemerkten, dass diese bereits von einem Bären bewohnt ist.

Ja, damals machte „Uhi, schnell weg von hier!“ sicher Sinn. Jetzt eben nicht mehr. Der „weg von der Gefahr Impuls“ ist einfach oldschool. Auch wenn wir uns doch so gerne auf das konzentrieren was wir nicht wollen, ist es sicher sinnvoller ein Gestalter unseres Lebens zu sein .

Abhilfe: Statt „weg von“ schaffe Dir „hin zu Ziele“.

Konzentriere Dich darauf, was Du willst. Wie soll ein Job aussehen, der Dich erfüllt? Kannst Du Deinen aktuellen Job so gestalten, dass er Dir wieder besser gefällt? Wie willst Du Dich dabei fühlen?

Eine tolle Übung dazu:

  • Nimm ein Blatt Papier als Querformat und mache 2 Spalten.
  • Notiere links alles, was Du NICHT möchtest („Weg von“).
  • Notiere in der Mitte „Was möchte ich stattdessen?!“
  • Rechts notierst Du nun alles wohin Du möchtest („Hin zu“), inklusive Deinem Gefühl dazu.

Ein Beispiel: Ich will mit meinem/r Partner/in nicht mehr streiten. („Weg von“) Stattdessen will ich mit meinem/r Partner/in gemeinsam kochen und bei Kerzenschein essen, dabei vergesse ich alles rundum, wohlige Zufriedenheit macht sich breit („Hin zu“). Du verstehst was ich meine! 🙂

2. Du willst zu viel gleichzeitig.

Geht’s Dir ähnlich? Du willst Dich in Deinen Job weniger reinhängen, denn dann hast Du mehr Zeit Sport zu machen. Hast Du erst wieder angefangen sportlich mehr zu machen, dann ernährst Du Dich auch besser. Eh klar, vorher macht es ja noch keinen Sinn. Und wenn Du Dich besser ernährst, Du mehr Sport machst, hast Du fix auch mehr Energie für den Haushalt und die ein oder andere Reparatur. Und wenn dieser ganze Alltagskram erledigt ist, ja dann ist auch automatisch mehr Raum für Quality Time in der Beziehung oder für eine neue Beziehung. Und wenn das erst alles passt, gelingt es Dir langfristig sicher auch zufriedener im Job zu sein.

Ähm ja, dazu kommt es nicht… Warum? Du willst zu viel gleichzeitig. Wenn Du bei A startest bist Du in Gedanken schon in der Mitte des Alphabets angelangt. Und vor allem steht eine Veränderung in Abhängigkeit zu der Anderen. Ja klar, Ehrgeiz in allen Ehren. Doch irgendwie ist es von Anfang an schon zum Scheitern verurteilt.

Abhilfe: Statt alles gleichzeitig, eines nach dem Anderen

Lokalisiere jene Sache, die Du am ehesten verändern kannst.

Das kann das Einfachste sein. Auch wenn es nur eine ganz kleine Sache ist. Dann wird Dich dieser Erfolg stärken. Und dann machst Du mal Pause. Und Du feierst erstmal Deinen Erfolg.

Erfolge sind dazu da, um gefeiert zu werden. 😉

Und erst nach dem Bewusst-machen Deines Erfolges, gehst Du das Nächste an.

Oder Du gehst jene Sache an, die Dir die meiste Energie entzieht. Ist erst dieser Energieräuber lokalisiert und entfernt, kommt nach einer Zeit ganz von alleine Kraft zurück. Die Kraft ist… für was gut? Ja, genau! Zum „Feiern“ des Erfolges.

Denk dran Dir Deine Erfolge richtig bewusst zu machen, das ist gerade am Anfang sehr wichtig. … und gibt Dir Kraft.

Diese Kraft kannst Du dann nutzen um eines nach dem Anderen anzugehen.

Denke dabei immer an Punkt 1. Dazu kannst Du Dir auch vorstellen, wie Du Dich fühlen möchtest, wenn Du etwas erledigt hast. Woran erkennst du, dass Dein Weg reich an Erfolgen ist. Vermutlich an dem Gefühl, dass Du hast.

3. Du bist entmutigt, wenn etwas nicht funktioniert

Du gibst Dein Bestes und trotzdem stellt sich ein Gefühl des Scheiterns bei Dir ein. Du ziehst Dich zurück und bist entmutigt. Eine Abwärtsspirale beginnt.

Abhilfe: Statt entmutigt zu sein, die Chance nutzen um daran zu reifen.

Es liegt in Deiner Verantwortung, wie Du dem „Scheitern“ gegenüberstehst. Lässt Du Dir davon die Kraft rauben oder nutzt Du die Chance etwas anderes auszuprobieren.

Wenn eine Sache nicht funktioniert, mache etwas Anderes.

4. Du bist „betriebsblind“

Du hast nun schon Deine „Hin zu Ziele“ formuliert, machst eines nach dem Anderen und siehst Niederlagen als Chancen Neues auszuprobieren UND trotzdem läuft es nicht so wie Du willst. Du grübelst, überlegst und das raubt Dir wiederum Kraft.

„Nicht schon wieder!“, denkst Du Dir.

Wenn Du die Punkte 1.-3. bereits erfolgreich in Deine Strategien eingebaut hast und es trotzdem nicht so rund läuft, könnte es sein, dass Du „betriebsblind“ geworden bist.

Abhilfe: Statt alles alleine checken zu wollen, hole Dir Rat von außen

Bist Du „betriebsblind“ geworden, so ist es das Allereinfachste und auch der schnellste Weg zur Auflösung Deines Knotens Dir einen Blick von außen zu holen. Freunde, Familie, Arbeitskollegen, Bekannte… Vielleicht warten sie ja sogar schon auf ihren „Einsatz“.

Um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche, im Gegenteil es zeugt von Stärke.

Deine Umgebung wird weder schlecht von Dir denken noch genervt sein, wenn Du sie um Hilfe bittest. Im Gegenteil, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie sich geehrt fühlen, Dir helfen zu dürfen. Und es zeigt, dass Du Dir und Deiner Grenzen bereits sehr gut bewusst bist.

Neben einer schnellen Lösung Deiner „Betriebsblindheit“ schweißt  die gegenseitig Unterstützung irrsinnig zusammen. Und vice versa wirst Du um Rat gefragt und kannst dann etwas zurückgeben. Ist doch einen Versuch wert oder etwa nicht ;-)?

Ins Tun kommen! Aber Wie?!

Spätestens jetzt ist es an der Zeit ins Tun zu kommen. Setze den ersten Schritt zur Reflexion. Weil Du es Dir wert bist!

Ein Termin mit Dir selbst. 20 Minuten für die notwendigen Veränderungen.

Uhi! Ist es erst mal viel für Dich und es macht Dir sogar ein bisschen Angst? Dann plane Dir JETZT einen Termin ein. Trage ihn wirklich in Deinen Kalender ein. Mache einen Termin mit Dir selbst aus. Dieser dauert nur 20 Minuten. Wenn Du jetzt schon dabei bist diesen 20 Minuten Termin zu planen, dann plane ihn doch gleich für die nächsten 3 Wochen. Es sind 20 Minuten, die Du Dir selbst schenkst.

Alles Liebe Viktoria

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8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Guten morgen liebe Viktoria,

    Ein super Artikel mit vielen, schnell umsetzbaren Impulsen.

    Ich weiß von mir selbst und von meinen Kundinnen, dass Zeit für uns selbst einer der schwierigsten Punkte ist

    Ich bin dankbar für so wundervolle Menschen wie dich. Mach bitte weiter so 🙂

  2. Hey Viktoria 😉

    Sehr geiler und inspirierender Artikel! Die Bewusst-Werdung insbesondere von den Punkten 2 und 4 haben mir gerade schon jetzt weitergeholfen. Mach weiter so 😉

    Beste Grüße
    Alexander

  3. Hallo liebe Viktoria,

    zu viel auf einmal wollen, meine Rede…………..

    das ins Tun kommen erweist sich auch bei mir immer wieder als das Schwierigste
    tausende Pläne, das noch ergründen und dies noch vorher lesen und und und…….
    dann ist man scheinbar beschäftigt, aber in Wirklichkeit vom Tun weit entfernt

    aber ja, etwas, das sich in vielen Jahren verfestigt hat, wird man eben nicht so schnell wieder los
    ich übe aber immer wieder 🙂

    lg Bettina

    1. Jaja, vom Wissen ins Tun… Glücklicherweise lassen sich auch Glaubensätze oder Verhaltensweisen, die ich jahrelang hatte ändern. Wichtig ist es sich diese bewusst zu machen und dranzubleiben.

      Alles Liebe,
      Viktoria

  4. Hallo Viktoria, danke für deine tollen Ratschläge!
    Zu 3. fällt mir auch viel ein und es ist mir kürzlich sogar passiert! Ich hatte mich für 2 Hobbykurse angemeldet( Sprachen und Kochen) und war total begeistert, dass sie bald in mein Leben treten werden, doch komischerweise wurden genau die, die ich gebucht hatte zu meinem Bedauern storniert bzw. fanden nicht statt weil die Kursleiter längerfristig erkrankten! Ich war sehr enttäuscht und wusste nicht so recht warum das jetzt mir passiert und aus welchem Grund. Doch ich erkannte bald den Grund und sah, dass ich einfach nicht aufgeben soll und daran glauben soll und war dann weniger enttäuscht! Und siehe da es fand ein anderer sogar günstigerer Kochkurs bald darauf statt und ebenfalls für den Sprachkurs wurde eine Ersatzleiterin gefunden. Genau wie du sagst, „nicht entmutigen lassen“ und „mache etwas anderes“ und so kamen die neuen, anderen Alternativen ganz von selbst:)
    Liebe Grüße Julia

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