Wohnen | Was erfährt man eigentlich so aus einem Wohnblog?

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Wenn ich ehrlich bin, zu mir & eben auch zu Dir, dann habe ich mich das letzte Jahr gefragt, worüber ich auf meinem Wohnblog schreiben soll. Was wollen meine LeserInnen erfahren? Worüber kann ich schreiben? Was möchte ich teilen? Und was wird von mir erwartet zu schreiben, wenn ich sage ich schreibe über Wohnpsychologie? Welche Bilder poppen in den Köpfen der Menschen bei „Wohn‘ doch wie Du willst!“ auf?

Womit beschäftigen sich andere Blogs über’s Wohnen so?

Also habe ich recherchiert. Zu dem Thema Wohnen & Psychologie gibt es einerseits die Seite von Barbara Perfahl, die ich auch persönlich kennenlernen durfte. (Hi Barbara & danke nochmals für das inspirierende & offene Gespräch 🙂 ). Und es gibt den Raumpsychologen Uwe Linke.

Andererseits gibt es in Wien einen Lehrgang zur Architektur- und Wohnpsychologie. Doch das war’s auch schon wieder mit Wohnpsychologie im WWW. Inspirieren lassen ist daher ziemlich eingeschränkt möglich….

Und dann gibt es unendlich viele Blogs und InstagramerInnen über Einrichtung, viele designlastig. Ein Stringregal oder ein „Bloggerfell“ ist quasi Pflicht, fotografisches Talent die Kür.

Ich finde es mega spannend über Wohnbedürfnisse nachzudenken, gerade in Wien, Europas schnellwachsender Stadt. Doch will ich wirklich darüber schreiben, weshalb ich es gut finde, dass alte Menschen in betreuten Wohngemeinschaften leben?! Ich meine was soll das den LeserInnen bringen?

Naja, ich gebe es zu: in das Stringpocket habe ich mich sofort verliebt, doch ich müsste mir erst Dinge zulegen, die ich darauf stellen kann, um dann mit meiner tollen Kamera schlechte Fotos zu machen, die ich dann nicht veröffentlichen will. Und so ein Bloggerfell, auch kein Fakefell, kommt mir nicht in die Wohnung.

Weshalb schreibe ich über das Wohnen?

BloggerInnen werden zu BloggerInnen in dem sie über ihr Spezialgebiet schreiben. Meist entstand ihr Spezialgebiet daraus, dass sie mit diesen Thema selbst mal große Hürden zu meistern hatten. Demnach waren BeziehungsbloggerInnen unglücklich mit ihrem Liebesleben, Lebe-Deine-Leidenschaft-BloggerInnen waren selbst lange im Hamsterrad unterwegs und fanden keine Auswege, usw….

Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema, haben sie einen Weg gefunden, ihre Traumbeziehung bzw. Leidenschaft zu leben.

So habe ich gegen Mitte 2014 erstmals bewusst erkannt, dass ich mich noch nirgendwo richtig zu Hause gefühlt habe. Wohl habe ich mich schon immer in meinem Zuhause gefühlt, doch nie zu Hause.

Ein Licht ging mir auf. Deshalb hatte ich 2006 erstmals den Wunsch als Wohncoach zu arbeiten. Weil das MEIN Thema ist.

Was habe ich nun mit dieser Erkenntnis gemacht?

Ich habe überlegt wie ich meine Traumwohnung mit der grandiosen Aussicht über die Perchtoldsdorfer Heide in mein zu Hause verwandeln kann.

Als erstes habe ich meinen Wert „Minimalismus“ noch mehr einfließen lassen. Zuerst habe ich meinen Kasten entrümpelt, dann meine Lebensmittel, dann mein Bad, dann meine Dokumente.

Und ich habe geputzt. Es wurde sauberer und sauberer. Und ich besaß immer weniger. Was immer noch VIEL war (& ist).

Dann erkannte ich, dass ich die fünf Jahre in meiner Traumwohnung alleine war.

Der Wunsch nach Unabhängigkeit führte zu Alleinesein

Bevor ich mit meinem ersten Freund zusammenzog, gerade 20 Jahre jung  geworden, wünschte ich mir allein zu wohnen.

Ich wollte meine Rechnungen alleine bezahlen.

Ich wollte kleine Reparaturen selbst durchführen.

Für große selbst jemanden beauftragen.

Selbst Verträge abschließen.

Ich wollte alleine, alleine, alleine wohnen. Schließlich zog ich bei ihm ein und war zu zweit. Der Wunsch blieb.

Erst ein paar Jahre später erüllte ich mir meinen Wunsch & zog in meine Traumwohnung ein. Alleine. Dann zog meine Katze zu mir…

Und: es stresste mich alles alleine zu machen und vielmehr alles alleine zu entscheiden. Zudem Zeitpunkt hatte ich meinen Vollzeit-Job, den ich nicht besonders mochte & ich hatte mein Studium, das ich kurz darauf abbrach.

Nein, ich wollte damals nicht nur alleine wohnen, vielmehr wollte ich raus aus der Beziehung. War aber nicht fähig, das so klar zu sein.

Doch dieser Wunsch nach Alleinesein manifestierte sich massiv in der Wohnung [wie genau? Das erfährst Du in einem anderen Artikel]

FreundInnen sagten, „Treffen wir uns lieber in der Stadt, zu Dir ist es so weit zu fahren.“ Mein damaliger Freund bevorzugte es, wenn ich die Zeit bei ihm verbrachte.

Doch, dass ich es mir Jahre zuvor genauso gewünscht hatte war mir damals noch nicht bewusst.

Die Putz- und Ordnungsaktionen wurden schon nahezu zwanghaft, Gäste wollte ich sowieso keine mehr empfangen. Ich hatte Glück und erkannte meine Situation.

Mit 30 Jahren in die erste WG zu ziehen wird oft belächelt

Mir war es egal. Ich wollte und musste die Notbremse ziehen und meine Lösung dafür war es mir ein WG-Zimmer zu suchen.

Meine Eltern verstanden es gar nicht. Mein Vater redete sogar einige Wochen nicht mehr mit mir. Mich wundert es ein bisschen, dass meine FreundInnen keine Wetten abgeschlossen haben, wie lange ich es wohl durchhalte mir mit fremden Menschen ein Klo zu teilen. Glücklicherweise habe ich mein eigenes Bad. 😉

So landeten Mika & ich in einer WG, die ersten Wochen waren komisch. Doch ich wusste, dass diese Zeit meine Heilung sein sollte.

Heute wohne ich bereits ein Jahr in meinem WG-Zimmer und ich habe viel gelernt. Über mich. Über Freundschaften. Über Beziehungen. Über Wien. Über das Leben. Auch wenn ich meine Aussicht ins Grüne, mehrmals täglich vermisse, so war es die beste & mutigste Entscheidung meines Lebens.

Wovon „Wohn‘ doch wie Du willst!“ LeserInnen profitieren?!

Bei „Wohn‘ doch wie Du willst!“ erfährst Du, wie Du wirklich-wirklich wohnen willst & wie Du das auch umsetzen kannst. Du erfährst wie Du wohntechnisch eventuell sozial programmiert wurdest & hast die Chance zu überlegen ob Du das so möchtest oder eben nicht.

„Wohn‘ doch wie Du willst!“ steht für ein minimalistisches, einfaches Wohnen und Leben. Du findest hier Tipps zu plastikfrei(er)en und veganen Alternativen für Bad, Küche und Kleiderschrank.

Du bist hier richtig, wenn Du Dein zu Hause Dein Rückzugsort und Ort der Entfaltung sein soll.

Es geht nicht nur um die Einrichtung Deines Wohn- und Lebensraums sondern, vielmehr auch um die Dinge in Deinem Raum. Das betrifft Themen wie Ernährung & Lebensmittel, Körperpflege & Badezimmer, Fashion & Inhalte der Kleiderschränke …

„Wohn‘ doch wie Du willst!“ beantwortet – nach & nach – diese Fragen.

  • Was brauchst Du um Dich zu Hause wohl zu fühlen?
  • Wie wird Dein Wohnraum zu einem Ort der Ruhe und der Entspannung?
  • Wie, wo und mit wem willst Du wohnen & leben?
  • Wie kannst Du Minimalimus realistisch in Deinen Wohnraum & in Dein Leben einbinden?
  • Wie wird Dein Bad, Dein Kleiderschrank, Deine Küche vegan?
  • Was kannst Du alles selbst machen & reparieren?
  • Was erfährst Du von und in Deinem Wohnraum über Dich selbst?
  • Was erfährst DU von den Menschen, mit denen Du zusammen lebst über Dich selbst?
  • Wie wird Dein Wohnraum gesünder, plastikfreier, individueller?
  • Wo und wie findest Du WohnexpertInnen, die Dich bei der Wohnraumgestaltung unterstützen?

Und letztlich:

  • Wie und wo findest Du Dein zu Hause?

Mir ist es wichtig, dass Du Dich in Deinem Wohn- und Lebensraum sehr wohl fühlst und ein zu Hause findest, das zu Dir passt. Mir ist es wichtig, dass Du gerne zu Hause bist. Mit Dir alleine und mit anderen. Mir ist es wichtig, dass Du Deine Lebenszeit nicht damit verbringst, Geld in einer Arbeit zu verdienen, die Du nicht magst, nur damit Du Dir deinen Wohnraum leisten kannst, in dem Du nur zum schlafen kommst.

Ich setze mich auch für minimalistisches Wohnen im Minihaus ein, weil ich möchte, dass unsere Kinder und Ekelkinder noch auf Naturboden laufen und spielen dürfen.

Diese Reise beginnt mit „Wohn‘ doch wie Du willst!“ und in Kooperation mit Dir, Dir & Dir als LeserIn, sowie vielen anderen WohnexpertInnen, IdealistInnen und WeltverbessererInnen.

Für ein glückliches Wohnen, wohn‘ doch wie Du willst!

Alles Liebe Viktoria

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3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo liebe Viktoria, ich finde das toll was Du schreibst. Ist doch das Wohnen wirklich auch der Ausdruck seiner Persönlichkeit und auch dem Wachstum und Wandel unterworfen. Das Ausräumen ist auch mein Thema,, immer wieder. Aber ich habe die letzten Jahre auch die Erfahrung gemacht, das Menschen gar nicht so gut klarkommen damit wenn man sein Wohnkonzept anders gestaltet wie es üblich ist. Mein Mann und ich sind beide kreativ ( was manchmal auch viel Material und Stauraum braucht ) auf der anderen Seite braucht gerade der kreative Geist auch wieder Ruhe fürs Auge. Wenn man jetzt viel Platz hat ist das ja kein Problem. Für jedes Bedürfnis ein Zimmer 🙂 wir wohnen aber nun seit 1 Jahr zu dritt in einer 4 Zimmer Wohnung und haben uns ganz genau überlegt was unsere speziellen Bedürfnisse sind auch wenn mal die Kinder zu Besuch sind. Wenn wir jetzt die klassische Vorgabe der Wohnung genommen hätten, dann wäre das größte Zimmer ( ohne Tür) das wohn/Esszimmer mit Küche ( alles ein Raum) gleichzeitig auch mal Gästezimmer (gewesen. Und schon wäre ein betreten der des halben Wohnraumes nicht mehr frei möglich gewesen ohne Gäste zu stören und auch selbst eingeengt zu sein. Außerdem ist bei soviel Funktionen ein Raum nie wirklich ruhig oder gar entspannend. Also haben wir aus diesem großen Raum einen Kreativ/gemeinschaftsraum/ Esszimmer gemacht. Das Wohnzimmer ist der kleinste schnuckelige Raum in dem Ruhe herrscht.. Wenn Gäste da sind können sie die Türe zumachen u d wir können ungehindert Frühstück machen. Der Große Tisch im
    Kreativraum kann als Arbeitstisch oder als Esstisch genutzt werden.. Man sollte es nicht glauben, viele können das nicht einordnen, aber es entspricht genau unseren Bedürfnissen auch wenn wir lange gebraucht haben ein Konzept zu finden obwohl die Vorgaben der Wohnungen oft so gleich sind. Aber wir wohnen jetzt einfach wie wir wollen 🙂 in diesem Sinne liebe Grüsse Petra .

    1. Schön Petra, das von Dir zu lesen.

      Gerade kreativ/e (arbeitende) Menschen haben und brauchen einen etwas anderen Zugang zu den Dingen und eben auch zum Wohnen, wie Du es so schön beschreibst.

      Ja, die soziale Programmierung gibt auch vor wie der Wohnraum gestaltet werden soll. Wirklich toll, dass Du die Bedürfnisse so vieler Personen (&auch den Gästen) in Deine Gestaltung mit einbezogen hast.

      Großartig wie Du auch die verschiedenen Funktionen des Raumes unter einen Hut bringst.

      Es dauert ein bisschen und man muss ich auch die Zeit nehmen wollen, das Wohnen genau zu betrachten und auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

      Alles Liebe,
      Viktoria

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