Minimalismus // Von der einfachen Art weniger zu haben …

einfach wohlfühlen_Einfache Art weniger zu haben

Wir hetzen durch den Alltag. Wollen mehr. Mehr haben. Mehr zu sagen haben. Mehr vorzeigen können. Den ANDEREN mehr gefallen!? Aber wo bleibst du? Ist es tatsächlich DEIN Leben, das du hier lebst oder lebst du nach den Regeln anderer?

An diesem wunderschönen sonnigen Sonntag halte ich es kurz und schreibe über meine Art von Minimalismus, die sich besonders im letzten Jahr entwickelt hat.

Weniger analysieren und mehr handeln

Soll ich? Oder soll ich nicht? Ich mache es erst wenn ich XY erreicht habe. Ich warte damit bis ich WIRKLICH sicher bin. Was denken die anderen von mir? Kann ich das denn schon? Ich warte mal wie es der Freundin/dem Freund damit geht und mache es dann auch. ….

Ich kenne diese Gedanken selbst nur zu gut. Wirklich gut tut es nicht, dieses ständige Nachdenken, Grübeln, Abwägen, dieses (Über)Analysieren. Anstatt die Zeit mit Nachdenken zu verbringen, könntest du schon längst ins Tun kommen und würdest wissen ob du es kannst oder nicht und vor allem ob es dir dann noch wichtig ist was andere sagen oder denken.

Weniger brauchen, denn ist alles schon da

Als ich schon am Weg meiner Veränderung war, bin ich durch „Zufall“ auf eine NLP Ausbildung gestoßen. Gerade durch diese, die mir geholfen hat meinen Blick nach Innen zu richten, habe ich bemerkt, dass alles was ich brauche bereits schon in mir habe. Diese Ressourcen mussten nur erweckt und genutzt werden. Um das zu bemerken, musst du jetzt nicht die nächste NLP Ausbildung buchen. Richte deinen Blick nach Innen und du wirst bemerken, dass du dir nichts im Außen besorgen musst um vollständig zu sein.

Versuche es mal mit einer Mini-Mediation zum Beispiel mit der Headspace-App. Super einfach und effektiv um einfach mal zu sein. Aber Achtung: Es kann sein, dass du nach dem Gebrauch besser fühlst. 😉

Auf das Positive fokussieren

Jede negative Sache hat auch etwas Positives. Solltest du dir gerade in einer stressigen Situation das Bein brechen so könnte es sein, dass du dir aufgrund der verordneten Bettruhe auch selbst Entspannung gönnen kannst. Manchmal wirst du das Positive nicht sofort erkennen, aber ich verspreche dir es ist da.

Where your fokus goes energy flows.

Essen, wie es/was zu dir passt

Ein ayurvedischer Grundgedanke sagt, dass du unmittelbar nach dem Essen innehalten sollst und spüren ob dir das eben Gegessene gut getan hat. Solltest du schon länger essenstechnisch nicht im Einklang mit dir selbst sein, lies meinen Artikel zum Mini-Fasten-Programm.

Weniger konsumieren

Du konsumierst alles mögliche: Lebensmittel, Kleidung, Nachrichten, Zeitschriften, E-Mails, SMS, Fernsehen. Brauchst du das wirklich alles oder glaubst du damit gesünder, informierter, schöner, klüger, wichtiger, geliebter zu sein?

Die Werbung vermittelt uns, dass wir mit diesen und jenen Gütern des täglich Gebrauchs gesunder sind, älter werden, sauberer waschen, glücklicher sind. Die Nachrichten zeigen uns wie schlimm es in der Welt wirklich zu geht. Aus Zeitschriften erfahren wir wie unsere Zähne weißer werden und unsere Garderobe trendiger wird. Immer Up-to-date zu sein hilft dir beim Gespräch mit Kollegen ernst genommen zu werden, da du ja schließlich was zu sagen hast. Die Erreichbarkeit via E-Mail, SMS, Facebook hilft dir den Kontakt mit deinen Freunden aufrecht zu erhalten.

Mir kommt es manchmal so vor als würde vieles davon einen Mangel im Innen ausgleichen wollen. Ich habe gelernt zu machen Themen einfach nichts zu sagen zu haben und manchmal einfach nicht erreichbar zu sein. Eine selbst verordnete Nachrichten-Diät lässt mich ruhiger schlafen. Die wirklich wichtigen Dinge erreichen dich sowieso.

Den eigenen Rhythmus leben

9 to 5. Anwesenheit in Kernzeit. Mittagessen ab 11.30. Frühaufsteher wirken produktiver. Nachteulen sagt man nach sie seien faul. Um Abzunehmen sollest du nach 18 Uhr nichts mehr essen. Sonntag ist Ruhetag. Nachtruhe ist von 22 bis 6 Uhr.

Mir fallen noch unzählige Aussagen, Regeln und Richtlinien ein, die unseren ganz persönlichen Rhythmus programmieren. Es geht mir nicht darum, dass du ab sofort deinen eigenen Rhythmus lebst. Es geht mir darum, dass du dir bewusst machst, dass du dir eventuell einen programmieren hast lassen.

Im Büroalltag ist es tatsächliche eine Herausforderung. Ich empfehle dir mal einige Tage etwas Abstand zu gewinnen und in dich hineinzuhören ob der Rhythmus den deine Kollegen leben auch deinen entspricht. …

Raus aus dem Vergleich

Vergleiche nicht das Kapitel 20 einer anderen Person mit deinem ersten Kapitel.

Vergleiche dich auch nicht mit dir selbst in einer vergangen Version. Du blickst dabei ständig in die Vergangenheit und schaust wo du jetzt stehst, mit dem Rücken in die Zukunft gehend. Du kannst dein Ziel nicht sehen und schon gar nicht deine Gegenwart genießen.

Gib jeden Tag dein Bestes und du wirst nichts bereuen.

Ja, genau! Klingt ziemlich einfach!? Ist es auch. 🙂

Mehr Energie in weniger Freundschaften

Nach meinem letzten Artikel „Willst du mehr Freunde haben oder die Richtigen?“ habe ich viele Rückmeldungen erhalten. Einige davon enthielten die Botschaft, dass es nicht gut angesehen wird wenige Freund zu haben. Es sei peinlich, wenn bei der Geburtstagsfeier „nur“ eine handvoll Personen erscheinen. Wenn du mehr Energie in die Freundschaften steckst, die dir wirklich wichtig sind, dann bekommst du unheimlich viel zurück. Und vor allem finden sich diese paar Freunde an JEDEM deiner Geburtstage ein um mit dir zu feiern.

Den Mut haben zu sagen und zu tun was du für richtig hältst

Du warst bisher eher Mitläufer, fremdbestimmt und warst froh wenn andere sich hervorgetan haben und das auszusprechen was du dir gedacht hast? So richtig wohl fühlst du dich damit aber eigentlich nicht. Insgeheim wünscht du dir mal zu sagen was dir nicht passt und was dir besser gefällt?

Fange klein und übe in deinem Freundeskreis deine Meinung kundzutun, Nein zu sagen, Verbesserungsvorschläge zu machen. Deine engen Freunde kannst du einweihen, dass diese nun öfter von dir ungewohnte Aussagen hören. Glaube mir sie werden dich dabei tatkräftig unterstützen und dich sogar hinweisen wenn du in alte Muster zurückfällst.

Schon bald wirst du mutiger und dehnst deine neue Verhaltensweise auf andere Bereich deines Lebens aus. Und du wirst bemerken wie einfach es ist und wie gut es tut. 🙂

Auch ohne Grund glücklich sein

Zuerst die Pflicht dann das Vergnügen. Ohne Fleiß kein Preis. Eine schöne soziale Programmierung. Immer wieder beobachte ich Menschen, die sich dafür recht fertigen wenn sie sich einfach wohlfühlen. Oder die sich nicht eingestehen, dass sie einfach so ganz ohne Grund glücklich und zufrieden sind. Ernsthaft?!

Ich bin überzeugt davon, dass du ganz ohne Grund glücklich sein darfst. Wie wäre es dann glücklich zu sein, dann die „Pflichten“ zu erledigen und dann weiterhin glücklich zu sein. Das Sprichwort „zuerst die Pflicht dann das Vergnügen“ sagt aus, dass die Pflicht KEIN Vergnügen ist. Und wir alle plappern es lustig nach. Nur was tut es mit uns? Was tut es mit dir? Bist du es dir selbst wert auch ganz ohne Grund glücklich zu sein? …

Erkennst du dich in dem ein oder anderen Punkt wieder? Oder kennst du Personen, die einige Punkte noch nicht gelöst haben und „durch den Alltag hetzen“? Was würdest du diesen raten damit sie sich einfach wohlfühlen?

Fühl‘ dich einfach wohl,
Viktoria

11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey Viktoria 😉

    Du sprichst mir hier aus der Seele! Vielen Dank für den heutigen Artikel 🙂
    Genauso wie Du es in Deinem Blog beschreibst, versuche auch ich seit einiger Zeit zu leben. Es gelingt mir nicht immer. In alte Muster und alte Konditionierungen verfallen gehört bei mir manchmal dazu. Und genau dann, wenn ich mich scheinbar „auf Abwegen befinde“, erinnern mich Freunde und/oder inspirierende Bloggerinnen wieder daran auf meinen Pfad zurückzukehren. Die richtige Umwelt ist neben dem eigenen „Innen“ essentiell 😉

    Beste Grüße
    Alexander

    1. Hi Alex,

      Es ist genauso wie du schreibst, dass wir gerade unter Stress, ab und zu in alte Muster zurückfallen. Das ist gehört eben auch dazu. Wichtig ist, dass du es erkennst und weißt wie du es ändern kannst wenn es dir nicht gut tut. Gute Freunde (oder Bloggerinnen ;-)) sind dazu diese Muster aufzuzeigen, auch wenn es nicht immer schön ist.

      Alles Liebe,
      Viktoria

  2. Grundlos glücklich. Genialer Ansatz. Finde ich so richtig gut.

    Wenn du dennoch einen Grund brauchst? Wahlweise kannst du auch mit „gutem Grund“ glücklich sein. Denn jeder Grund ist ein guter Grund um glücklich zu sein.

    Glücklich, weil …
    Egal was du für … einsetzt, es kann funktionieren wenn du es willst. Einfach ausprobieren.

    Mach das Beste draus
    Ralf

  3. tja, liebe Viktoria, wie mich ein Artikel wieder mal findet (oder ich ihn finde 😉 , kommt auf’s gleiche raus)

    persönliche Veränderungen führen die eine oder andere zum Minimalismus
    ich durfte in den letzten Tagen wieder verstärkt wahrnehmen, dass das ganze angehäufte Zeug nichts zum privaten Glück beiträgt

    meine eigene Veränderung in den letzten Monaten bewegt mich auch dazu, genauer zu überlegen, was es wirklich braucht, was ich selbst brauche
    gestern habe ich wieder einige Dinge, die sich über Jahre angesammelt haben, zu entsorgen (jeden Tag ein paar Teile nur, führt mit der Zeit auch zu Ergebnissen, wenn man nicht stattdessen andere Dinge kauft)

    und ja, ich bin kein 9to5-Typ, sondern die geborene Nachteule, und mittlerweile stehe ich auch dazu und ich werde meine zukünftigen Aktivitäten danach richten

    alt genug bin ich nun (Ü40 😉 ), um nicht mehr auf andere hören zu müssen bzw mich nicht mehr darauf zu konzentreiren, was die anderen denken könnten
    es ist mein Leben, keiner lebt es für mich, ist in den letzten Monaten verstärkt zu meinem Motto geworden

    lg Bettina

    1. Liebe Bettina,

      ich finde es großartig, dass du so mutig deinen Veränderungsweg gehst und es scheint so als würdest du jeden Lebensbereich unter die Lupe nehmen.

      Ich freue mich für dich! Wir sehen uns beim nächsten Startup und haben nehmen uns etwas Zeit zum Plaudern!

      Alles Liebe,
      Viktoria

  4. Liebe Viki,

    ich finde Deinen Artikel wundervolle und kann Deiner Einstellung voll und ganz zustimmen.

    Auch den Headspace App habe ich schon 🙂

    Inspiriert von Deiner Seite bin ich gerade dran, mein Leben Schritt für Schritt zu entrümpeln und es fühlt sich sehr gut an.

    Danke für Deine Impulse

    Alles Liebe,

    Claudia

    1. Hallo Claudia,

      das freut mich, dass dir das Entrümpeln Leichtigkeit beschert.

      So bereichern wir uns gegenseitig. 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Viktoria

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