Persönliches // Wie integriere ich neue Gewohnheiten langfristig in meinen Alltag?

einfach wohlfühlen_Gewohnheiten

Ich habe mich auf die Suche nach einer Anleitung gemacht, mit der es sehr leicht ist Gewohnheiten zu ändern und auch dabei zu bleiben.

Dabei bin ich rasch bei einem meiner Lieblingsautoren, Leo Babauta, fündig geworden.

Seit einigen Wochen möchte ich früher schlafen gehen, sowie früher aufstehen. Das mit dem früher Aufstehen klappt gut. Ich stehe 2-2,5 Stunden früher auf. Das habe ich ganz ohne Anleitung geschafft indem ich

  • mir verpflichtende Termin früher als sonst vereinbare.
  • mir sicherheitshalber den Wecker auf die späteste „Aufsteh-Zeit“ stelle.
  • gleichzeitig frühstücke ich regelmäßig, auf das ich mich schon freue. Ich habe also ein Aufsteh-Ritual.
  • und ich habe mir angewöhnt die Küche schon am Vorabend aufzuräumen. Das schafft für mich eine angenehme Energie und ich muss nicht vor dem Frühstück erst die Küche sauber machen. Das hat mich schon daran gehemmt aufzustehen.

Wenn das früher aufstehen nun so gut funktioniert wieso dann nicht auch das frühe Schlafengehen?

Welche Hindernisse es geben kann damit die gewünschte neue Gewohnheit nicht bleibt.

1. Du vergisst darauf

Das Vergessen der neuen Gewohnheit ist der TOP 1 Grund, weshalb keine Routine draus wird. Auch nach der Integration in den normalen Alltag kann darauf vergessen werden.

Abhilfe: Erinnerungen setzen. Stell dir den Wecker ein. Schreib dir einen Post it und bringe es sichtbar an. Am Anfang brauchst du vermutlich mehr als eine Erinnerung. Diese kleinen Unterstützungen können mit der Zeit übersehen werden. Ändere dann den Weckton oder die Farbe des Post its.

2. Du bist enttäuscht wenn es dir ein oder mehrmals nicht gelingt

Am Anfang bist du gut in Fahrt. Doch dann kommt etwas dazwischen. Das kann ein längeres Telefonat mit einem Freund sein oder machst noch etwas fertig und geratest aus dem Zeitplan. Das entmutigt dich und bevor du neu startest und Gefahr läufst es wieder zu versemmeln lässt du es lieber gleich.

Abhilfe: Der ein oder andere Umweg zum Ziel ist völlig natürlich. Starte so schnell wie möglich mit deinem neuen Ablauf und gib dein Bestes.

3. Du willst gleich mehrere Gewohnheiten auf einmal integrieren

Für manche Menschen ist es leichter gleich mehere Dinge in einem Aufwasch zu verändern. Für manche sind Babysteps, einer nach dem anderen, einfacher. Zu große Schritte oder der Fokus auf des große Ziel und dabei die Zwischenschritte vergessen kann überfordern und zum Scheitern führen.

Abhilfe: Finde deinen Rhythmus. Wenn das bedeutet, dass du – im Beispiel früher schlafen zu gehen – jeden Tag 15 Minuten früher zu Bett gehst, so ist das vollkommen in Ordnung. Merkst du jedoch, dass dir das große Ziel – von heute auf morgen 3 Stunden früher schlafen zu gehen – unerreichbar erscheint, passe dich daran an.

4. Du verlierst das Interesse

Warst du anfangs noch Feuer und Flamme für deine neue Gewohnheit, so kann sie dich recht rasch nicht mehr begeistern. Du verlierst das Interesse. Die Gründe dafür können die Punkte 1.-3. sein und du redest dir ein, dass es dir ohnehin nicht so wichtig ist, weil es gerade schwer ist oder es ist dir wirklich genug.

Abhilfe: Überleg dir ob es etwas ist, dass dich langfristig dabei unterstützt dich besser zu fühlen oder dich mehr Kraft kosten als es dir gibt. Ist dein Desinteresse nur eine Ausrede weil es jetzt gerade schwierig ist so nimm dir etwas mehr Zeit dein Ziel zu erreichen. Ganz ohne Druck und Stress.

Ein heißer Tipp: Wenn eine Sache nicht funktioniert, wenn deine bisherige Strategie nicht zum gewünschten Ergebnis führt, verwende eine andere.

In meinem Beispiel werde ich nun meine bisherige Strategie, mir nur einen Wecker auf dem Handy zu stellen, durch zusätzliche Erinnerungen erweitern. Ich schreibe mir einen Zettel, den ich über dem Bildschirm an der Wand anbringe, der mich freundlich darauf hinweist, dass es mir gut tut früher schlafen zu gehen UND ich starte nicht erst sobald der Wecker läutet mit der abendlichen Badezimmerroutine sondern erledige das schon 2 Stunden vor der Ziel-zu-Bett-geh-Zeit.

Hast du einen weiteren Tipp mit dem du neue Gewohnheiten in den Alltag integrierst? Wie immer freue mich über deinen Kommentar.

Fühl‘ dich einfach wohl!
Viktoria

PS Diese Anleitung ist natürlich auf jede gewünschte Gewohnheit anzuwenden. Am Beispiel des frühen Schlafengehens ist es sehr einfach und wertfrei erklärt. 😉

4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ich werde es mir zu Herzen nehmen… mal sehen, wie es mir gelingt.

    Ab 1. November stehen täglich 30 Minuten Yoga + darüber berichten auf dem Programm. Ich liebe es… aber ob es mir neben Jobs und Familie gelingt… I am excited.

    Lust mitzumachen?

      1. Ja, fabelhaft soweit. Obwohl mein Terminplan bis oben hin voll ist, findet sich immer ein geeignetes Zeitfenster oder zwei! Hoffe, dass bald auch mehr Zeit ist eigene (Beweis-)fotos auf Facebook zu posten 😀

        Fürs Meditieren habe ich kürzlich Headspace für mich entdeckt. Das funktioniert prima, wenn ich alleine nicht die Ruhe finde mich zehn Minuten hinzusetzen. Dachte, dir gefällt das vielleicht auch…

        1. Oh ja! Fotos wären toll!

          Ich meditiere ebenfalls mit Headspace. Ich kannte Andy schon von seinem Buch und nach mehrmaligen Empfehlungen von Freunden habe ich mir dann seine App geholt. 🙂

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