Wohnen | Achtung! Unscheinbare Gerümpelzonen und wie sie Dich beeinflussen

loslassen herbst

Hast Du gewusst, dass uns auch Gerümpel in Bereichen der Wohnung, die nicht als Zimmer gelten, beeinflusst? Nein? Dann lies weiter, ich habe ein paar Bereiche ausgewählt. Ein Artikel auf Basis von Feng Shui.

Den heutigen Artikel schreibe ich nicht aus meiner eigenen Wohnung. Ich bin zu Besuch bei einer Freundin und schlafe bei ihr und ihrem Freund auf der Couch in der Zwei-Zimmer-Wohnung. Gerade bei berufstätigen Paaren in einer Zwei-Zimmer-Wohnung ist es oft eine Challenge gerümpelfrei zu leben.

Es geht auch gar nicht darum jeden Gegenstand, der sich als Gerümpel tarnen könnte zu entfernen. Vielmehr geht es darum, bewusst zu machen was es mit unserem Wohnbereich und uns selbst anstellen kann. Schritt für Schritt kann jeder Bereich des Wohnraums unter die Lupe genommen werden und mal mehr und mal weniger entrümpelt werden. Jeder tut das früher oder später mal und jeder in seinem eignen Tempo. Das Schöne am Aufräumen ist, dass sich nach und nach eine Veränderung einstellt. Denn

Veränderungen passieren wechselwirkend im Innen und Außen.

Wenn Du also das Gefühl hast, dass Du eine Veränderung brauchst oder sogar mit in einem Veränderungsprozess steckst, dann beachte, dass du nicht nur Dein „Innen“ sondern auch Dein „Außen“ mit einbeziehst. Veränderungen und bewusstes Loslassen bringen Leichtigkeit in Dein Leben.

Lerne rechtzeitig, die Dinge um Dich loszulassen. Darin liegt der Schlüssel zu wahrer Glückseligkeit. (Digha Nikaya)

Im Vorzimmer

Das Vorzimmer, also jener Bereich, der auf den Eingang folgt, repräsentiert laut Feng Shui den Zugang zu unserem Leben. Das bedeutet, dass die Energie hier ein und aus geht, genauso wie die Bewohner der Wohnung. Sammeln sich in diesem Bereich viele Dinge, die nicht benutzt werden, so kann nicht nur der Fluss der Energie beeinflusst werden sondern auch die Verbindung zur Außenwelt der Bewohner. Sind beispielsweise Sportgeräte im Vorzimmer gelagert, ohne diese zu benutzen, so kann das Vorhaben Sport zu machen immer weiter hinausgezögert werden. Es kann sogar zu einem richtigen Kampf mit dem inneren Schweinehund kommen.

Im Vorzimmer können sich allerdings nicht nur Sportgeräte als Gerümpel tarnen, auch die Winterjacken und -Sachen im Sommer können als Energieräuber agieren.

Lagert im Vorzimmer derartig viel, dass der Zugang zum Vorzimmer nicht ungehindert ist oder die Türe nicht vollständig geöffnet werden kann ist es an der Zeit diesen Bereich so gerümpelfrei wie möglich zu räumen. Der Energiefluss soll stets so viel Platz wie möglich haben um herein- und auch herauszugehen.

Hinter den Türen

Viele Menschen benutzen den Bereich hinter den Türen um Bademäntel, Taschen, Handtücher, Einkaufstaschen, Müllsäcke oder Ähnliches aufzubewahren.

Um dem Abhilfe zu schaffen können die Gegenstände an den jeweiligen Ort, an dem sie gebraucht werden gelagert werden. Bademäntel und Handtücher finden einen Platz im Badezimmer. Taschen im Vorzimmerschrank, Einkaufstaschen werden auf ein Minimum reduziert und in einer Schublade aufbewahrt.

Ich habe auf den Türhaken oft Kleidung, die ich nur einmal anhatte, aufgehängt weil ich diese nach nur einmal anziehen nicht gleich waschen wollte. Dort hing die Kleidung dann manchmal sogar Monate und sah unordentlich aus. Jetzt sind diese Türhaken leer und es fühlt sich viel besser an. Gerade im Schlafzimmer kann es sehr befreiend sein, keine Kleidung mehr an Türhaken zu hängen.

Auch beim Bereich hinter den Türen ist es wichtig, dass Du darauf achtest, dass die Türen komplett zu öffnen sind, damit die Energie fließen ungehindert fließen kann. Fließt die Energie leicht, so kommt auch Dein Leben ein Flow. 😉

Flure oder Durchgangsbereich

In manchen Wohnung sind Flure  bzw. Durchgangsbereiche derartig verstellt, dass Regal, Fenster und -bretter, nicht mehr barrierefrei erreichbar sind. Die Verweildauer des Gerümpels kann variieren oder auch auf Dauer einen Platz finden. Sobald Hürden genommen werden müssen um den Flur zu passieren oder die eigentliche Funktion von Regal eingeschränkt wird bedarf der Flur einem kritischen Blick.

Die Hürden im Flur stehen für die Hürden, die Du möglicherweise im Leben selbst auferlegst und Dich damit selbst quälst. Entfernst Du Hürden im Wohnbereich, erkennst Du wie leicht es sein kann auch Hürden im Leben zu bewältigen.

Speziell für Paare

Paare im gemeinsamen Haushalt können sich wechselwirkend beeinflussen oder spiegeln. So kann es beispielsweise sein, dass der eine Part innerlich unruhige oder ungeordnete Gedanken hat und der andere lebet diese innerliche Unruhe im Außen aus. Das zeigt sich dann an einem unordentlichen Arbeitsplatz.

Auch bei Dekoration oder Bilder sollte ein gemeinsamer Konsens gefunden werden. An einem kleinen Beispiel erklärt: Gefällt einem Partner ein Leinenbild nicht, dem anderen aber schon so können dadurch unbewusst kleine Kämpfe ausgetragen werden, oder die Harmonie stören.

Aktiv werden

Während ich diesen Artikel geschrieben habe hat meine Freundin ihr Bücherregal im Flur entrümpelt. Es macht nun einen ganz anderen Gesamteindruck und lädt zum Durchschauen der Bücher ein. Der erste Schritt ist getan und weitere Bereich der Wohnung wollen einem kritischen Blick unterzogen werden.

Mich interessiert dieses Mal ob die beschriebenen Gerümpelzonen vernachlässigt hast. Stimmst Du dem Zitat „Veränderungen passieren wechselwirkend im Innen und Außen“ zu? Hinterlasse einen Kommentar! Ich bin gespannt. 🙂

Wohn‘ doch wie Du willst!

Alles Liebe,
Viktoria

PS Wenn Du Dich jeden Tag 10 Minuten dem Entrümpeln widmest, wirst Du schon bald viel Raum für Neues haben.

Literaturangabe: Kingston Karen, Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag. Richtig ausmisten. Gerümpelfrei bleiben. Rowohlt digitalbuch

8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Viktoria,

    durch Deinen neuesten Artikel ist mir aufgefallen, dass unsere Haustür tagsüber abgeschlossen ist. Sie wird nur geöffnet, wenn der Postbote etwas abzugeben hat oder ein Paket kommt. Freunde kommen um das Haus herum in den Garten. Und dann sind wir schon irgendwo.

    Auf Deinen Artikel hin, werde ich die Tür tagsüber aufschließen und abends abschließen. Mal sehen,vielleicht entstehen dadurch neue Freundschaften.

    Viele liebe Grüße
    Katrin

    1. Hallo Katrin,

      danke für deinen Einblick zum Thema Haupteingang. Ich bin gespannt ob durch deine neue Taktik sich tatsächlich neue Freundschaften ergeben. Wenn du möchtest kannst du mir ja berichten wie es klappt.

      Alles Liebe,
      Viktoria

  2. Hey Viktoria 😉

    Ich stimme deinem Zitat voll und ganz zu und erkenne auch bei mir viele Parallelen im Bezug auf das, was du beschreibst. Ich persönlich habe 1-2 Mal im Monat „Aufräumtage“, wenn ich spüre dass im Außen zu viel Gerümpel ist. Ich werde diese Tage noch öfter und dafür kürzer ansetzen 😉

    Beste Grüße
    Alexander

    1. Hi Alexander,

      vielen Dank für deine Sichtweise. Interessant, dass du 1-2/Monat Aufräumtage einplanst. Dir kann es ja fast gar nicht passieren, dass du Gerümpel anhäufst. 🙂

      Alles Liebe,
      Viktoria

  3. Danke Viki für den Entrümpelungsimpuls.

    Ich habe zwar schon eine gute Ordnung in meine Wohnung gebracht, aber besonders Bücherregale und Schubladen oft außer Acht gelassen.

    Dies werde ich als Nächstes angehen.

    Alles Liebe,

    Claudia

    1. Hi Claudia,

      so wie unsere Veränderung ist auch das Entrümpeln eine Konstante. Schön, dass du den Bücherregalen und Schubladen auf den Grund gehen wirst. Richte doch auch eine Kramschublade ein, eine kleine in die ein bisschen Gerümpel Platz findet. 😉

      Liebe Grüße,
      Viki

  4. oooooooops, erwischt 😉

    liebe Viktoria,

    da hast du so recht, ich habe in meinem „Entrümpelungsplan“ – jede Woche wird ein kleiner Bereich der Wohnung angegangen – an alles mögliche gedacht, Schrank, Kästchen, Regale, sogar Schubladen …nicht mal den Keller habe ich vergessen

    beim Lesen deines Artikels fiel mir dann auf, dass sich doch auch hinter Türen, auf und neben dem Kasten, im Vorzimmer……….irgendwo Dinge befinden, die ich nicht mal bedacht habe
    klar, beim Durchforsten der Wohung fallen sie dann wohl auf, aber davor entziehen sie sich irgendwie dem Bewusstsein

    meine tägliche 10-Minuten-Entrümpelungsdosis habe ich in letzter Zeit wieder ein wenig vernachlässigt, aber das ist eigentlich das Einfachste, das man tun kann: es dauert nicht lange, bringt aber meiner Meinung nach schön langsam aber sicher sichtbare Erfolge (solange man nicht wieder neues anschleppt, wenn man altes entsorgt hat)

    in kleinen Wohungen kommt man sowieso nicht dran vorbei, bei Anschaffung neuer Dinge alte wegzugeben

    mit Schrecken denke ich jedoch an das in einiger Zukunft fällige Räumen meines Elternhauses, wo sich aufgrund der Größe über Jahre Dinge angesammelt haben, die man nicht weggeben mochte, weil sie ja noch irgendjemand brauchen könnte, und Platz ist ja genug vorhanden

    lg Bettina

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