Persönliches | Lass uns ein noch paar Fehler machen um daraus zu lernen

einfach wohlfühlen_fehler machen

Jahrelang habe ich mich im Kreis gedreht, Gedanken gewälzt, war auf der Suche nach etwas … nach mir. Dabei habe ich aus vielen Fehler gelernt.

Ich habe soviel aus meinen Fehlern gelernt, ich mache gleich noch mehr.

Der heutige Artikel existiert schon seit Wochen in meinem Kopf. Erst mit dem heutigen Veröffentlichungstag fühlt es sich richtig an die Worte niederzuschreiben und mit dir zu teilen. Dazu haben auch die vielen persönlichen Antworten, die ich im Zuge meiner Umfrage auf die Frage deiner größten Herausforderungen bekommen habe, beigetragen. Vielen Dank an jene die daran teilgenommen haben.

Im Gegenzug zu den ehrlichen Antworten aus der Umfrage, schreibe ich über meine Fehler oder besser über meine Learnings der letzten Jahre. Mittlerweilen kann ich darüber lachen und weiß damit umzugehen, denn schließlich habe ich mehr daraus gelernt als das es mir tatsächlich langfristig geschadet hat.

Meine Top 7 Fehler oder doch besser LEARNINGS?!:

1) Ich habe Unsicherheiten überspielt

„Dazu bin ich viel zu cool ….“
„Nein, bei solchen Kindereien mache ich sicher nicht mit.“
„Das ist mir einfach zu blöd.“
„Ich kann jetzt nicht verstecken spielen, ich bin unpassend angezogen.“
„Ach, vielen Dank aber ich habe bereits zu Hause gegessen.“
„Nein, ich komme nicht mit, das habe ich bereits gesehen.“
„Ich bin einfach nicht gut darin, ich würde dir den Spaß verderben.“

Um meine Unsicherheit zu überspielen habe ich allerhand von Ausreden benutzt. Dadurch habe ich mir nicht nur eine Menge Spaß verdorben sondern mich auch ab- und ausgegrenzt. Von außen wurde ich daher als arrogant oder eingebildet wahrgenommen. Und das Schlimmste an der Sache war, dass ich meiner Unsicherheit voll und ganz ausgeliefert war.

Heute bin ich natürlich in manchen Situationen immer noch unsicher, doch ich kann abwägen ob ich etwas wirklich nicht machen will oder ob ich mich aus Angst und Unsicherheit davor verschließe. Das Leben gestalten sich seit dem viel einfacher. Und lustiger. 🙂

2) Ich habe nicht über meine Gefühle gesprochen

Jahrelang konnte nicht „Ich hab dich lieb“ oder gar „Ich liebe dich“ sagen. Lange kam es mir gar nicht in den Sinn das zu sagen, dann lag es mir oft auf der Zunge. Doch es auszusprechen habe ich mich nicht getraut. Ich hatte Angst davor, dass nichts zurück käme.

Es muss nicht immer was zurück kommen. Auch wenn es dem anderen im Moment nicht möglich ist, so wird er oder sie sich doch freuen es zu hören und Balsam für die Seele sein.

Wenn du mehr willst, dann gib mehr!

Zwei Menschen haben mich diesbezüglich ganz besonders geprägt. Vielen Dank an dieser Stelle.

3) Ich habe geglaubt nichts Besonderes zu sein

Eines ist mir heute klar: Jeder von uns hat diese eine spezielle Fähigkeit, die uns ausmacht. Genau diese eine Sache, die die Welt von DIR braucht.

Doch, doch auch DU bist etwas Besonderes, auch wenn du es (noch) nicht so recht wahrhaben willst. 😉

4) Ich habe mich mit anderen verglichen

Vergleiche nicht das Kapitel Nr. 20 einer anderen Person mit deinem ersten Kapitel.

Du kennst den Weg der Anderen nicht. Ihre Geschichte ist eine Andere. Daher macht es auch genau gar keinen Sinn dich mit Anderen zu vergleichen. Weil du nicht weißt wann und wo sie gestartet haben.

Auch mit dir selbst von gestern solltest du dich möglichst nicht vergleichen. Das mag anfangs schwierig sein. Doch dein Bestes ist gut genug.

5) Ich habe an Dingen festgehalten, die schon längst nicht mehr da waren

Manchmal lohnt es sich um der Liebe wegen zu kämpfen wie ein Löwe.. ja und manchmal eben nicht. Loslassen war für mich lange Zeit ein Fremdwort.

„Wenn es doch mal so schön war wird es bestimmt wieder.“
„Das ist nur eine Phase.“
„Es gehört so.“

Sowohl an Freundschaften als auch an Partnerschaften habe festgehalten. Manchmal so fest, dass ich sie zerdrückt habe. Und manchmal so blind, bis ich total kraftlos war und mir selbst fremd geworden bin.

Manche Menschen sind Lebensabschnittsbegleiter.

Sie begleiten uns eine Zeit lang um mit uns einen Weg zu beschreiten, eine Lektion zu lernen oder um uns zu unterstützen. Das ist schön und sehr wertvoll. Es ist besser loszulassen als aufgrund des Festhaltens zugrunde zu gehen.

6) Ich habe es getan weil es ja alle anderen auch so machen

Das kann auch ganz kleine Dinge betreffen:

  • Dann Mittagessen gehen wenn die Arbeitskollegen auch gehen
  • Die Rolltreppe nehmen auch wenn sie total überfüllt ist
    oder größere Dinge
  • Wie mich mit einem 40 Stunden Job, der nicht zu meinen Werten passt, abzufinden

Wer immer tut was alle anderen tun wird immer das bekommen was alle anderen bekommen.

Und da du bereits erkannt hast, dass du etwas Besonderes bist (siehe Punkt 3), ist es natürlich sonnenklar, dass du auch etwas anders machst als die anderen. 😉

7) Ich glaubte, dass ich ohnehin nichts ändern kann

Ein ziemlich tief sitzender Glaubenssatz hat mich bis vor kurzem verfolgt. Und zwar jener, dass ich ohnehin nichts ändern kann. Nicht in meinem Leben, nicht im Leben von anderen und schon gar nicht in der Welt.

Ich wurde eines besseren belehrt. „Zufällig“ kam mir der Blog von Markus Cerenak unter und ich merkte recht schnell, dass ich mein Leben verändern darf. Nach einer „Selbstkreierungsphase“ erreiche mich nun mit meinem Blog Menschen, die mir für meine Artikel danken. Mir sagen, dass es tatsächlich etwas mit ihnen tut. Das macht mich stolz und unendlich zufrieden.

Aus welchen Fehlern konntest du am meisten lernen? Hinterlasse dein Learning doch im Kommentarfeld. 🙂

Fühl‘ dich einfach wohl!
Deine Viktoria

PS Der nächste Newsletter kommt schon über den neuen Anbieter Klick-Tipp sofern du über den Link in der E-Mail, die du noch bekommen wirst, bestätigst, dass du bereits AbonnentIn bist.

PPS Nach den Rückmeldungen meiner Umfrage habe ich entschieden, dass meine Artikel nur noch ein Mal pro Woche erscheinen und zwar am Mittwoch. Für Sonntag denke ich mir gerade etwas aus, jedenfalls wird beides nur noch mit dem Mittwochs-Newsletter verschickt.

6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey liebe Viktoria,

    nach einigem Nachdenken habe ich doch zwei wesentliche „Fehler“ entdeckt, die mir als meine größten erscheinen

    an erster Stelle steht für mich, dass ich doch lange Jahre nicht wirklich überlegt habe, was ich wirklich tun will, ich habe immer eher spontan entschieden (ob des nun das Richtige war oder nicht, lässt sich sowieso nicht mehr ändern)
    ja, und auch bei mir war Markus C. einer der ersten, die meine Schritte in die richtige Richtung gelenkt haben

    und eine weitere Sache ist, dass ich nach meiner ersten Schauspielerfahrung in der Schule, bei der ich vor lauter Nervosität beinahe von der Bühne gefallen wäre, nicht mehr weitergemacht habe
    und nun über zwanzig Jahre später durfte ich feststellen, dass es sehr großen Spaß macht, es passiert nix, wenn man „oben“ steht
    ich bin seit mittlerweile einem Jahr nach etlichen Kursen in einer Schauspielschule auch weiter dabei 🙂

    lg Bettina

    ps.: habe erst heute deine Umfrage ausgefüllt (oooooooops, etwas spät), aber witzigerweise präferiere ich auch einen Newsletter pro Woche (ohne dass ich diesen Post hier zuvor gelesen hatte)

    1. Hallo Bettina,

      danke für den Einblick in deine „Fehler“. Manchmal ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt etwas zu tun, umso schöner ist es dann wenn wir eine 2. Chance bekommen durchzustarten.

      Alles Liebe,
      Viktoria

      PS Danke für’s Teilnehmen. 🙂

    1. Finde den Fehler in meinem Kommentar. Echt unglaublich. „Ich mache kleine Pausen.“ – Was ein „l“ alles ausmacht. Übrigens mein zweiter Fehler heute. Wenn das mal nicht ein Run ist!

      Ich bin echt strebsam und gebe immer Vollgas. Aber wer immer Vollgas gibt und keine Pausen macht, bekommt nicht nur einen Motorschaden, sondern baut am Weg jede Menge Unfälle. Ich habe keine Lust auf Motorschaden (= Krankheit) oder Unfälle (=unnötige Fehler).

      Also lerne ich aus meinem Fehler: Weniger Arbeiten, mehr Pausen = mehr Erfolg & mehr Genuss. Wenn das nicht mal der Hammer ist.

      Darum mag ich auch diesen Blog sehr. Die einfache Art, weniger zu haben und mehr zu genießen ist genau mein Thema. Danke Viktoria (jetzt aber 😉 ) für diesen Anreiz!

  2. Hola Victoria,

    aufgrund unseres Altersunterschiedes kann ich Dir sagen, dass Deine „scheinbaren Fehler“ im nachhinein richtig und wichtig für Dich sind: wie könntest Du sonst daraus lernen und neue Erfahrungen sammeln? Das nenne ich „Heldenreise“!:-)

    Sonnengruss von Malle, Udo

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