Wohnen | Energieräuber im Kleiderschrank erkennen und beseitigen – Teil 2

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Die Angst vor dem Loslassen und wie Du es üben kannst. Entrümpeln kann Gegenstände zu Tage bringen, die unangenehme Gefühle hervor rufen. Gerade das Ausmisten des Kleiderschrankes erscheint mir eine Übung zu sein, die auf das Entrümpeln in anderen Bereichen der Wohnung vorbereitet. Ausmisten erleichtert, bestärkt und macht Raum für Neues. Worauf wartest Du also noch?!

Woran Du Energieräuber im Kleiderschrank erkennst

Jene Kleidungsstücke, die Du länger als 6 Monate nicht getragen hast tarnen sich ziemlich sicher als Energieräuber. Außer Schigewand, das kann behalten werden. 😉 Falls Du noch nicht sicher bist ob Du bestimmte Stücke weggeben möchtest, mach eine „Warteliste-Kiste“, die Du nach einem halben Jahr, gleichzeitig mit dem nächsten Entrümpelungsdurchgang, durchsiehst.

Im 6 Monatsrhythmus „darfst“ Du Dich somit von Ballast befreien. 🙂

Das Ausmisten

Zwischenlagern?!

Bitte lagere Deine aussortiere Kleidung, die Du in Säcken oder Kisten verpackt hast, NICHT im Abstellraum, Keller oder am Dachboden. Wenn dies notwendig sein sollte, dann mach das nur vorübergehend. Um das genauer zu erklären ziehe ich wieder Feng Shui heran.

Der Abstellraum

Typische Eigenschaften eines Abstellraums sind, dass er klein und fensterlos ist. Sehr gerne wird er daher als dunkle, triste Kammer verwendet wo alles hineinkommt was nicht sehenswert ist. So hat dieser Raum eine ganz besonders intensive Energie. Solltest Du Deinen Abstellraum als Ort der Verbannung für ungeliebte Dinge benutzen so säubere und ordne die Gegenstände regelmäßig. Besser wäre es allerdings ohne einen auszukommen.

Verwahrst Du hingegen in Deinem Abstellraum Haushaltgeräte, wie Staubsauger, Bügeltisch und -eisen und Aufwaschutensilien, dient er seinem Zweck.

Der Keller oder das Kellerabteil …

stehen für Deine Vergangenheit oder Dein Unterbewusstsein. Möglicherweise lagerst Du dort sehr „schweres“ Gerümpel und wenn es lange genug dort lagert können Einflüsse von Mäusen, Feuchtigkeit, Schimmel es zerstören. Das kann sich auf Dein Leben mit Hoffnungslosigkeit, Deprimiertheit, Lethargie, Ziellosigkeit oder Schwerfälligkeit auswirken. Der Keller oder das -abteil soll sehr wohl als Lagerplatz benutzt werden, nur achte darauf, dass Du es regelmäßig durchsiehst.

Der Dachboden

Lagerst Du Dein Gerümpel, Deinen Ballast auf dem Dachboden, so ist es als würden Deine Probleme über Dir schweben. Kein besonders schönes Gefühl oder? Denn diese Probleme können jederzeit auf Dich herabstürzen. Nach dem Entrümpeln Deines Dachboden könnte sich schon bald ein Neustart einstellen. Wie wenn Deiner Kreativität oder Kraft der Deckel abgenommen wurde.

Wohin nun mit dem ganzen Zeug?

Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb. (Kurt Tucholsky)

Hast Du Dir beim Ausmisten Beistand von einer Freundin geholt, so könntest Du ihr einige Teile vermachen. Gib Teile aber mit dem Wissen weiter, dass Du auch die dazugehörigen Erinnerungen weitergibst.

Hast Du mehrere Freundinnen, die wieder mal ausmisten sollten, dann veranstalte eine „Kleiderparty“*.

Die einfachste Variante ist die ganzen Sachen in eine Humana-Box  – oder Ähnliches –  zu werfen oder einer Organisation Deiner Wahl zu spenden.

Solltest Du Teile haben, die noch tiptop in Schuss sind so kannst Du – eine eher aufwändige Variante wählen und – diese über eine online Flohmarkt (zB. Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt) verkaufen.

Die „Schummel-Schublade“

Ich empfehle Dir eine Schublade oder eine Kiste für Kleidung bzw. Krimskrams einzurichten, von dem Du Dich noch nicht trennen willst. Denke aber daran, dass diese Schublade oder Kiste relativ klein sein soll, Du sie nur in speziellen Fällen sehr sparsam verwendest und sie jedenfalls regelmäßig, sogar alle paar Wochen, aufräumst.

Wie Du ab sofort achtsamer einkaufst:

  • Lege Dir eine Liste an
  • Hast Du den Wunsch Kleidung, Schuhe, Taschen zu kaufen notiere es Dir
  • Schreibe ein Datum dazu
  • Nimm die Liste regelmäßig zur Hand
  • Solltest Du nach 10, 20 oder 30 Tagen immer noch den Wunsch verspüren das notierte Kleidungsstück zu kaufen dann kaufe es
  • Solltest Du nach 10, 20 oder 30 Tagen keinen Bedarf mehr haben so streiche das Kleidungsstück

Diese Methode dient dazu, dass Du bewusster einkaufen gehst und Shoppen nicht mehr als „Ersatzhandlung“ betreibst.

Und jetzt bin ich neugierig: Nach welchen Kriterien mistest Du aus? Hast Du auch eine Schummel-Schublade? Wohin bringst Du Deine alte Kleidung? Ich freue mich über einen Kommentar. 🙂

Wohn‘ doch wie Du willst!

Alles Liebe,
Viktoria

*PS Eine liebe Freundin veranstaltet in etwa 2 Mal im Jahr eine „Kleiderparty“. Hierbei treffen wir Mädls uns und bringen unsere ausgemistete Kleidung mit. Diese wird auf einen großen Haufen geworfen und während wir quatschen, essen und probieren wir auch ansprechende Teile um ihnen dann ein neues Zuhause zu geben. Jene Teile die nicht übrig bleiben, werden einem Waisenheim, für das meine Freundin sich einsetzt gespendet.

PPS Hier findest Du den ersten Teil von „Energieräuber im Kleiderschrank“.

Literaturangabe: Kingston Karen, Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag. Richtig ausmisten. Gerümpelfrei bleiben. Rowohlt digitalbuch

Das Buch von Karen Kingston bei Amazon ansehen:Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten. Gerümpelfrei bleiben°

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20 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Viktoria 😉

    Ein Artikel, der zum Nachdenken und zum Handeln anregt.
    Bei mir ist das mit dem Ausmisten generell so: Entweder die Sachen (Kleider, technische Geräte, Bücher…) werden zwischengelagert in Abstellbereichen oder direkt weitergegeben, gespendet und entsorgt. Die Entscheidung, was ich ausmiste, fälle ich nach Gefühl und je nachdem, wie stark die emotionale Bindung (noch) ist.

    LG
    Alexander

    1. Hallo Alexander,
      danke, schön zu lesen, dass dich mein Artikel zum Nachdenken anregt. 🙂
      Ja, genau die emotionale Bindung ist NOCH stark, sie wird aber schwächer durch die bewusste Entscheidungen Altes gehen zu lassen.
      LG
      Viktoria

  2. Hallo Viktoria,

    Wenn ich für mich und meine Jungs ausmiste, verschenke ich meistens die Kleidung an Freundinnen mit Kindern oder bring es in den Kinder Second Hand. Aus dem Second Hand Erlös kaufe ich dann neue, nützliche Kleidung, die meine Jungs benötigen oder auch kleine Geschenke für Freundinnen, die gerade ein Baby erwarten. Es fühlt sich einerseits sehr gut an auszumisten und anderseits noch viel besser jemand anderem eine Freude zu bereiten.

    Die Idee mit der Kleiderparty gefällt mir sehr gut. Ich bin nach diesen 2 Artikeln jetzt richtig motiviert auszumisten, motiviere gleich noch ein paar Freundinnen mit und veranstalte dann eine Kleiderparty.

    Deine Artikel sind toll. Danke

    Herzliche Grüße

    Claudia

    1. Hi Claudia,
      ja, super! Mach das, so eine Kleiderparty ist echt fein! 🙂 Bei Kuchen, Kaffee und netten Frauen-Gesprächen …
      Liebe Grüße,
      Viktoria

  3. Liebe Viktoria, vielen Dank für diesen schönen Artikel. Ich merke es wird Zeit etwas zu tun. Wenn ich alle Dinge entferne, die ich 6 Monate nicht mehr benutzt habe….puh dann ist meine Wohnung leer.

    Freue mich auf weitere Artikel.

    Viele Grüße Alexandra

  4. hey Viktoria

    ich bin ja gerade wieder im Aufräummodus (kleider-, wohnung- und lebensmäßig 😉 )

    ich versuche, jeden Tag nur ein paar Minuten zu investieren, einen kleinen Bereich der Wohung auf „abgewohnte“ Gegenstände zu untersuchen und bei jedem Teil zu überlegen „wohin damit?“ und dann zu verstauen oder wegzugeben; falls das Teil gar zu kitschig ist, muss es dann doch auch mal in den Mist (statt zu überlegen, wer das denn noch wollen oder brauchen könnte)

    etliches, auch Kleidung und Schuhe, gab ich auch schon des öfteren in den Kost-Nix-Laden, wo jeder reingehen kann und dort abgegebene Kleider ohne etwas dafür zu bezahlen, mitnehmen kann (3 Teile pro Tag)
    und nachdem meine Kleidungsstücke dementsprechend aussehen, werden die mir förmlich aus der Hand gerissen 😉
    (anderen Krimskrams kann man auch dort bekommen, wer’s denn mag….wer schon mal dort war, weiß vielleicht, wie ich das meine 😉 )

    Bücher gebe ich beim Margaretenplatz in den dort aufgestellten Schrank, dort werden Bücher zur freien Entnahme deponiert

    lg Bettina

    1. Hi Bettina,

      das klingt sehr ambitioniert, wenn du jeden Tag deine Wohnung nach „Energieräubern“ absuchst. Toll!! Und wegschmeissen, kann manchmal so schön befreiend sein. 😉

      Danke für den Tipp mit dem „Kost-nix-Laden“, das mache ich das nächste Mal.

      Liebe Grüße,
      Viktoria

  5. Liebe Viktoria,

    nach dem Kleiderschrank nun: Hausrat.

    Zeugs, das schon länger ungenutzt im Schrank und Keller stand, ABER zu schade zum Wegwerfen ist: Vasen, Kerzengläser, Siebe, doppelte Schneidemesser, Reiben und Sparschäler, der vergilbte Pürrierstab, alte Lausprecherboxen für den PC, die olle Dekokunstsonnenblume, die schon Jahre in einer Deko-Kiste im Keller lagerte, weil sie zu schade zum Wegwerfen war, Wallsticker – in einem Anflug von Muss-Ich-Haben-und-ist-ja-günstig nie verwendet- eine Handtasche, die kaum getragen war, undundund. Der Klassiker. Mehr als ein Umzugskarton voll!

    So, meine Taktik war schon länger: in eine Kiste damit und im Keller lagern, bis ein Flohmarkt kommt oder ich den Weg ins Sozialkaufhaus mal wieder auf die Reihe kriege (in Passau versteckt sich das sehr gut…) oder vielleicht auf ebay einstelle. Gute Gedanken…
    …die nie realisiert wurden. Was aber immer realer wurde, war die Unzufriedenheit und das belastende Wissen hier Altes anzuhäufen und der wachsende Wunsch nach Luft und Leere 🙂

    Dann, vor 2 Tagen der geniale Einfall: In dem Mehrparteienhaus in dem ich wohne, die Sachen einfach (!) im EG auf den Tisch für die Werbeblättchen zum Verschenken anbieten!
    Nach 10Min hatten bereits die ersten Sachen ein neues Zuhause gefunden und ich bin zuversichtlich, die anderen kommen auch noch unter die Haube.

    Coolo! Win-Win.

    Mein wohlverdientes Radler schmeckt so leicht und frisch! 😉
    Herzlichst Susanne

    1. Hey Susanne,

      das klingt ja nach einem großen Projekt und einiger Arbeit und vor allem nach viiiiel Erleichterung. Olle Dekokunstblumen und Wall-Sticker hatte ich auch. 😀 Die Idee „einfach auf den Gang stellen“ ist ja echt megaeinfach. Das teste ich auch das nächste Mal, danke für den Tipp! Auf jeden Fall ne Win-Win Sitation – Cheers

      Alles Liebe,
      Viktoria

  6. Hallo Viktoria,
    hab‘ gestern den Schreibtisch hier im Büro aufgeräumt – so leer war er noch nie 🙂 und Ablage usw… ist ja nicht viel mehr zu tun im Moment … Richtig fad ….
    Liebe Grüße
    Irene

  7. … und da nach 30 Tagen mein ersehntes Kleidungsstück eh nicht mehr in meiner Größe oder Farbe da ist, hat sich der Kauf dann von selbst erledigt 😉

  8. Hallo Viktoria, ein guter und hilfreicher Artikel. Aber da werde ich noch an mir arbeiten müssen 🙂 ich hab verschiedene Größen im Schrank ( mal nehm ich zu dann wieder ab) . Ein Tipp der mir mal geholfen hat um Kleidung zu entsorgen die zwar noch wie neu ist die ich aber doch nie anziehe, ist der Gedanke, daß er trotzdem einmal seinen Zweck bereits erfüllt hat…entweder ein Trösterle war oder was auch immer. Dann verabschiede ich mich, bedanke mich und geb ihn weg.
    Eine andere Hilfe ist es zu verschenken….wenn ich weiß ich mache jemandem eine Freud damit. Verkaufen ist mir oft auch zu aufwendig.
    Noch etwas womit ich mir helfe….ich bin ein sehr kreativer Mensch und machen Kleidungsstück führe ich einem neuen Zweck zu. z.B ein Schal wird aufgedröselt und als Fasern in einem Spinnbatt ( ein Wollvlies das versponnen wird) verarbeitet.
    Aber die Kiste wird dadurch leider auch immer größer 🙁 Also, da hab ich noch Arbeit vor mir 🙂 liebe Grüsse Petra

    1. Liebe Petra,
      danke für deinen Kommentar! Ich musste schmunzeln bei „ich bedanke mich und geb ihn weg“. Das mache ich auch so und Anfang kam ich mir etwas doof vor. 😀
      Alles Liebe,
      Viktoria

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