WOHNEN | Start – Um 465 Dinge weniger, in 30 Tagen

Auf YouTube bin ich zufällig über ein Interview mit Joshua Fields Millburn von The Minimalists gestoßen. Hier erzählt Joshua, wie er sich von überflüssigen Gegenständen befreit hat. Seine Erzählung hat mich sofort inspiriert meine #30TageDeclutterChallange zu starten. Da ich nicht sicher bin, ob ich es durchhalten werde, mache ich es öffentlich und lasse euch mitlesen. Noch weiß ich jedoch gar nicht, ob ich überhaupt genügend Gegenstände zum Entrümpeln habe. Es wird also spannend. Für mich und für euch.

Von 65m² Wohnung, auf 22m² WG-Zimmer reduziert

Als ich im März 2015 in die WG, in der ich jetzt wohne, eingezogen bin, habe ich mich von vielen Gegenständen aus meiner 65m² Wohnung getrennt. Hier war alles mit dabei. Dekogegenstände, Pflegeprodukte, Geschirr, Bücher, Haushaltsgeräte, Möbel.

Ich habe mich vor dem Packen der Umzugskisten schon von richtig vielen Sachen getrennt. Einiges konnte ich, wie zum Beispiel Möbel und Haushaltsgeräte, verkaufen. Den Großteil habe ich jedoch verschenkt oder auch weggeschmissen. Und obwohl ich mich von einer ganzen Menge trennte, packte ich ziemlich viele Umzugskartons, um sie ein paar Tage später wieder auszupacken.

Bei vielen Gegenständen war ich unsicher, ob ich sie jemals wieder benutzen werde, weshalb ich sie erst mal sicher verstaute. Nach und nach trennte ich mich auch hier von einigen Dingen. Und, immer noch besitze ich richtig viel – zu viel.

Meine Motivation

Menschen, die nur das Nötigste besitzen, faszinieren mich. Ihr Besitz von insgesamt einhundert Dingen, so heißt es, mache sie frei und glücklich. Doch ganz so reduziert möchte ich nicht leben. Ja, ich mag Minimalismus und das geht mir etwas zu weit.

Wie viele und welche Gegenstände brauche ich nun wirklich, um mich frei und glücklich zu fühlen?

Fragte ich mich schon vor längerer Zeit. Mit meiner Liste, in der ich meinen ganzen Besitz auflisten wollte, kam ich gerade mal bis Zeile 15, bevor mir die Motivation ausging.

Als Ende November in die WG eingebrochen wurde, wurde mir, beim Durchschauen der Schubladen und Schränke, was alles fehlt, einerseits klar, wie viele Sachen ich dort lagere, die ich gar nicht brauche. Und andererseits erkannte ich, welche Gegenstände wirklich wichtig sind. Denn es sind jene, die ich nachkaufe werde.

So wurde mir zum Beispiel mein Nintendo DS, den ich mir für den Flug von den USA nach Wien, vor einigen Jahren, eingebildet hatte, gestohlen. Da ich ihn jedoch kein einziges Mal verwendet habe, kaufe ich ihn nicht nach, geschweige denn, werde ich vermissen.

Als ich meiner Freundin E. beim Auspacken ihrer Umzugkartons, Anfang Dezember, half, fragte ich mich wie viele Schachteln ich wohl benötigen würde. Meine Antwort war: „Immer noch zu viele.“

Die Initialzüngung für meine Challenge erhielt ich, als ich auf Youtube über ein Interview mit Joshua Fields Millburn, von The Minimalists, gestolpert bin. Er erzählt hier wie er sein Haus innerhalb kürzester Zeit entrümpelte.

Während ich also noch das „wann“ und „wie“ der #30TageDeclutterChallenge plante, begann ich bereits zu entrümpeln. Zuerst war die Küche dran, dann das Badezimmer, dann meine Kommode, dann wieder die Küche. Alle Dinge, die ich weggeben möchte, habe ich vorerst mal gesammelt, bevor ich mich endgültig davon trenne. Selbstverständlich dokumentiere ich alles, bevor ich mit dem Verschenken, Verkaufen und Entsorgen starte, und veröffentliche in der Zeit von 30 Tagen jeden Tag einen Beitrag als Beweis.

In der Zwischenzeit habe ich die #30TageDeclutterChallenge Facebook-Gruppe zum Mitmachen gegründet.

Der erste Zyklus der Challenge startete am Montag, 16. Jänner und endet am Dienstag, 14. Februar 2017.

Die #30TageDeclutterChallange Regeln

Am ersten Tag trennst Du Dich von einem Gegenstand, am zweiten Tag von zwei, am dritten sind es drei Dinge… so geht es weiter, bis Du Dich am 30. Tag von 30 Sachen trennst. In Summe sind es dann, sage und schreibe, 465 Sachen, um die Dein Haushalt leichter ist.

Dabei kannst Du Dich von allem trennen. Ob es nun Kleidung ist, oder Bücher, Dokumente, Bilder, Küchenutensilien, Elektrogeräte, Kabel, Werkzeuge sind, obliegt ganz Dir. Wichtig ist nur eine endgültige Trennung bis zum 14. Februar. Verschenken, Entsorgen oder Verkaufen; Hauptsache die Sachen sind außerhalb Deiner Wohnung. Erst dann heißt es für Dich: „Challenge accomplished!“

Werde ich nach 30 Tagen auf die Summe von 465 Dingen kommen?

Da ich meinen Kleiderschrank von dieser Challenge ausnehme, bin ich richtig gespannt, ob ich nach 30 Tagen, die Summe von 465 Dingen erreichen werde. Taschen und Schuhe nehme ich allerdings mit hinein. Sowie die Kleidung, die ich in meinem Elternhaus „zwischenlagert“ habe. (Nicht meine beste Idee 😉 )

Mich interessiert nun, ob Du mitmachen wirst oder ob das ein Thema ist, bei dem Du gerne mitliest? Ist diese Challenge eine Challenge für Dich? 

von Herzen,
Viktoria

PS Minimalismus bedeutet für mich mir die Frage, nach dem was ich im Leben wirklich-wirklich brauche, zu stellen.

Website von The Minimalists

YouTube Interview mit Joshua Fields Millburn

#30TageChallenge Facebook Gruppe

14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ich mach mit!! 🙂 Ich entrümpel mittlerweile auch schon seit bald einem Jahr und ich habe den Eindruck, es wird gar nicht weniger 😉 Ob ich 465 Dinge schaffe, bezweifle ich gerade, aber ich werde mir die größte Mühe geben. Danke für diese Challenge! Sie kommt mir wie gerufen!

    1. Juhuuu, wie schön! 🙂 Mir geht es ganz genau so. Und damit ich mein Allerbestes gebe, baue ich mit der Artikelserie ein klein wenig Druck auf. 😀 Freue mich jedenfalls, dass Du mit machst. Lass‘ dazwischen mal hören wie es Dir geht.

      Alles Liebe, Viktoria

  2. Hallo Viktoria,

    ich finde diese Idee sehr herausfordernd aber auch sehr spannend. Habe mich auch gleich mal bei der FB Gruppe angemeldet. Ich kann mir schon gut vorstellen mitzumachen, nur werde ich nicht den 01.05. als Startdatum wählen, sondern unseren Umzug dazu nutzen noch einmal über alles drüberzuschauen und auszusortieren, was wir nicht mehr brauchen. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Mir geht es ein bisschen wie Jana, ich entrümple und entferne schon seit längerem Dinge aus meiner Wohnung und trotzdem finde ich jedes Mal aufs Neue etwas, das ich nicht mehr brauche.

    Liebe Grüße, Ulli

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